Ordinariat Neueste Geschichte

Die Professur deckt den Zeitraum zwischen 1800 und 1945 ab und verbindet die europäische Geschichte mit der Geschichte transnationaler und globaler Verflechtungen.

Gibt es neue Zugänge zur europäischen Geschichte? Was ist Globalgeschichte? Wirtschaftsgeschichte als Kulturgeschichte?

  • Die europäische Geschichte des langen 19. Jahrhunderts erlaubt es, Prozesse zu verstehen, die unsere Welt bis heute prägen, und grundlegende analytische Konzepte wie Nation, Gesellschaft oder Fortschritt zu historisieren. Europäische Geschichte wird dabei nicht als eine Addition einzelner Nationalgeschichten verstanden, sondern als Beziehungsgeschichte, die nach der krisenhaften Herausbildung „moderner“ Gesellschaften fragt. Dabei wird die Ansicht vertreten, dass die Geschichte Europas zwischen 1800 und 1945 nicht ohne die Erforschung der Beziehung zur aussereuropäischen Welt verstanden werden kann. 
  • In den letzten Jahren hat sich die Globalgeschichte als neues Forschungsfeld innerhalb der Geschichtswissenschaften etabliert. Globalgeschichtliche Forschungen vermögen zu zeigen, dass die so genannte Globalisierung keineswegs ein neues Phänomen ist, sondern Vorläufer hat, die bis in die Frühe Neuzeit zurückreichen. Ansätze der postkolonialen Theorie verweisen auf neue Möglichkeiten, die Vergangenheit jenseits eurozentrischer Blickverengungen in den Blick zu nehmen.  
  • In jüngsterer Zeit wurden immer häufiger Stimmen laut, Wirtschaftsgeschichte als Teil einer kulturhistorisch orientierten Gesellschaftsgeschichte zu betreiben. Gerade die Geschichte des Kapitalismus zeigt, dass Wirtschaft als soziales Teilsystem immer in kulturelle und gesamtgesellschaftliche Zusammenhänge eingebunden ist und auf Interaktionen beruht, die oft eine globale Reichweite haben.
     

Zu vergebende Themen für MA- und BA-Arbeiten bzw. Dissertationen


Proseminar- und Seminararbeiten

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Aktuell

Christof Dejung im Interview mit New Books Network

The Global Bourgeoisie: The Rise of the Middle Classes in the Age of Empire

Prof. Dr. Christof Dejung spricht über die Publikation «The Global Bourgeoisie: The Rise of the Middle Classes in the Age of Empire»

Während das 19. Jahrhundert als das goldene Zeitalter des europäischen Bürgertums bezeichnet wurde, war das Aufkommen der Mittelschicht und der bürgerlichen Kultur keineswegs auf Europa beschränkt. «The Global Bourgeoisie: The Rise of the Middle Classes in the Age of Empire» (Princeton University Press, 2019) untersucht den Aufstieg des Bürgertums in der ganzen Welt während des Zeitalters des Imperiums. 

Interview auf newbooksnetwork.com
 

Direktor

Assistentin

SNF Ambizione

Doktorierende

Hilfsassistentinnen

Sekretariat

Assoziierte Forschende

Name / Titel
Erin Freedman
Funktion
Doktorandin an der Harvard University und assoziierte Forscherin an der Graduate School of the Arts and Humanities 2022/23
Mail
erin.freedman@unibe.ch

Ehemalige Mitarbeitende

  • Europäische Geschichte 1800-1945
  • Globalgeschichte
  • Geschichte des Imperialismus
  • Wirtschafts- und Unternehemensgeschichte
  • Wissensgeschichte
  • Theorie und Methodik der Geschichtswissenschaften

Conference on Global Gender History: 25 to 27 August 2022

Conferende on Global Gender History: 25 - 27 August 2022

Was it a man’s world? Intersections of gender and global history

This conference aims for exploring the potential benefit of adopting gender as a useful category of global historical analysis by having a fresh look at the long nineteenth century. How was the transformation of the world characterized by particular concepts of gender? Did European expansion result in an assimilation of gender roles across the globe? How were the respective notions of masculinity and femininity related to other social categories such as ethnicity/race, class, religion or sex in different parts of the world?

Conference at the Hotel Bad Murtensee, Muntelier, Switzerland, 25 to 27 August 2022 
Convenors: Christof Dejung (Bern); Angelika Epple (Bielefeld) 

Conference Programme (PDF, 121KB)

Conference from 23 to 25 June 2022

The Temporalities of Capitalism

The Temporalities of Capitalism: Time, Timing and the Formation of the World Economy

This conference aims for breaking new ground by exploring the significance of temporal regimes for the breakthrough of capitalism globally. By linking the history of temporality, which has become a vibrant research field in the last few years, to the history of capitalism, it aims for confirming that economic history in general, and the history of capitalism in particular, cannot be understood without investigating the cultural processes that accompanied, and often rendered possible, the implementation of specific economic structures.

Organisers: Christof Dejung (Bern), Moritz von Brescius (Harvard and Bern)
23 to 25 June 2022, Hotel Bad Murtensee

Conference Programme (PDF, 121KB)

Summer School in Global History, 8. bis 11. Juni 2022

Summer School

Transformative Connectivity

Vom 8. bis zum 11. Juni 2022 führt die Professur für Neueste Geschichte zusammen mit Kolleg*innen aus Aarhus, Oslo, Paris Cité, Tübingen und dem Kings College London eine Summer School in Global History durch. Sie findet auf Sandbjerg Gods in Dänemark statt. Das Leitmotiv der diesjährigen Veranstaltung lautet «Transformative Connectivity». Die Summer School richtet sich an Doktorierende, die noch am Anfang ihrer Arbeit stehen wie auch an solche, deren Promotionsprojekt schon weiter fortgeschritten ist.

Anmeldung und weitere Informationen

Verräumlichungsprozesse unter Globalisierungsbedingungen (SFB 1199)

Neuverräumlichungen und gesellschaftlicher Wandel in der Globalgeschichte

Workshop 21. - 22. November 2019
Universität Leipzig, SFB 1199
Strohsackpassage, Nikolaistraße 6–10 / 5. Etage, 04109 Leipzig 

Organisatoren: 
Antje Dietze, Universität Leipzig, SFB 1199
Moritz von Brescius, Universität Bern, Historisches Institut

Folder Workshop (PDF, 307KB)

Global Social History Workshop an der London School of Economics

Global Social History: Class and Social Transformation in World History

This conference interweaves global and social history, exploring global social history as a new field of historical inquiry. The papers aim to demonstrate that we cannot understand the emergence and transformation of social groups across the modern world, such as the aristocracy, the economic bourgeoisie, the educated middle classes, or the peasantry, without considering the impact of global entanglements on class formation. Moreover, the contributions aim to show that we have to examine globalization as a social process which was shaped not least by the agency of particular social groups. 
Bringing together established and early career scholars from the fields of social history, global history, labour history, and imperial history, the conference will examine the differences and similarities between particular social groups and processes of stratification in different world areas and their interrelations between the early modern period and the twentieth century. Overall, it will make a substantial contribution to the discipline: it aims to add a global dimension to the field of social history, and to introduce social historical questions to the field of global history.

Program (PDF, 101KB) Conference Report (PDF, 591KB)

Gründungsveranstaltung des Schweizerischen Netzwerks für Globalgeschichte und Area Studies

Globale Sozialgeschichte? Mögliche Synergiepotenziale von Sozialgeschichte und Globalgeschichte

Workshop für Globalgeschichte und Area Studies vom 13. September 2018

Programm (PDF, 67KB)