Diese Assistenzdozentur widmet sich der Geschichte Europas in ihren globalen Bezügen und konzentriert sich dabei auf die anderthalb Jahrhunderte von ca. 1700 bis 1850. Dieses Zeitalter der Aufklärung und der Revolutionen war geprägt von facettenreichem, oft turbulentem Wandel. Unablässig schäumten Ideale, Utopien und Horrorszenarien, intellektuelle und soziale Bewegungen hoch; neue politische Regime entstanden, neue Hoffnungen und Ängste prallten mit voller Wucht aufeinander. Nicht nur Eliten, sondern auch die sogenannten kleinen Leute machten intensive Umbruchs- und Krisenerfahrungen und gestalteten die entstehende Moderne jeweils aktiv mit.
Die Assistenzdozentur erprobt in Lehre und Forschung die produktive Verbindung von sozial-, kultur-, umwelt- und wissensgeschichtlichen Ansätzen. Zu den thematischen Schwerpunkten zählen die Geschichte freier und unfreier Arbeit, das Spannungsfeld zwischen Mobilität und Grenzziehungen, Ressourcenausbeutung und ihre ökologischen Dilemmata sowie das enge Wechselspiel zwischen Reform, Revolution und religiösem Wandel. Fragen nach historischen Machtdynamiken und Machtgefällen schwingen dabei immer mit.