Anlaufstellen und Beratung

Digitale Methoden können in unterschiedlichen Phasen eines historischen Forschungsprojekts eine Rolle spielen – von der ersten Projektidee über die Suche, Erschliessung und Analyse von Quellen bis zur Publikation und Vermittlung. An der Universität Bern gibt es dafür verschiedene Beratungsangebote, Infrastrukturen und spezialisierte Anlaufstellen. Die folgende Übersicht hilft dabei, je nach Stand im Forschungsprozess die passende Unterstützung zu finden.

Wo stehst du gerade in deinem Forschungsprozess?

Forschungsantrag und Projektplanung

Wer ein Forschungsprojekt plant und noch nach einer geeigneten digitalen Methode sucht, kann sich am Historischen Institut zur Wahl digitaler Methoden beraten lassen. Ansprechperson ist Moritz Mähr. Für umfangreichere digitale Forschungsprojekte bietet das Digital-Humanities-Team des Walter Benjamin Kollegs Beratung zu Methoden, Forschungsinfrastrukturen und digitalen Workflows an. Bei Fragen zu Data Science, Machine Learning, künstlicher Intelligenz, Datenanalyse oder Research IT unterstützt das Data Science Lab.

Für Projekte, in denen Personen, Netzwerke sowie räumliche und zeitliche Zusammenhänge untersucht werden, steht mit nodegoat Go eine spezialisierte Forschungsumgebung zur Verfügung; Ansprechperson ist Sebastian Borkowski. Bei Fragen zur 3-D-Modellierung berät Niko Theocharis.

Zur Projektplanung gehört auch ein guter Umgang mit Forschungsdaten. Das Open-Science-Team der Universitätsbibliothek unterstützt bei Forschungsdatenmanagement und Datenmanagementplänen. Für die Geisteswissenschaften ist Ursula Loosli und Gero Schreier die zuständige Data Steward. Die Data Stewards und das Open-Access-Team sind Teil der Universitätsbibliothek. Das Open-Access-Team berät zu Publikationsstrategien, Rechten, Lizenzen und Finanzierung.

Die Universitätsbibliothek hostet den IIIF-Server zum interoperablen Publizieren von Bildmaterial. Ursula Loosli berät zum IIIF-Service. Kläre den Ressourcenbedarf für diesen Service und andere Forschungsinfrastrukturen frühzeitig mit den zuständigen Stellen. Plane die benötigten Ressourcen bereits im Forschungsantrag ein.

Für eine grundsätzliche Orientierung zum Einsatz von künstlicher Intelligenz in Forschung, Lehre und Organisation bietet KILOF – KI in Lehre, Organisation und Forschung Informationen, Leitlinien und Vernetzungsmöglichkeiten. Ansprechperson für den Bereich Forschung ist Sarah Schlunegger.

 

Literatur recherchieren und organisieren

Bei der Suche nach Sekundärliteratur, Fachbibliografien und einschlägigen Datenbanken unterstützt das Fachreferat Geschichte der Universitätsbibliothek. Ansprechperson sind Lennart Güntzel (Geschichte), Sabrina Bührer (Alte Geschichte), Eva Maurer (Osteuropa) und Ina Mertens (Kunst- und Architekturgeschichte) Das Fachreferat berät auch zur Literaturverwaltung, insbesondere mit Zotero, sowie zu Fragen des wissenschaftlichen Schreibens und zum Arbeiten mit Word, Markdown oder LaTeX.

Wer grössere Literaturbestände digital auswerten, Text- und Data-Mining-Verfahren einsetzen oder auf digitale Datensammlungen und Schnittstellen zugreifen möchte, findet Unterstützung beim Digital Scholarship der Universitätsbibliothek. Ansprechperson ist Kathi Woitas.

 

Quellen finden, digitalisieren und erschliessen

Für die gezielte Suche nach Primärquellen ist ebenfalls das Fachreferat Geschichte eine erste Anlaufstelle. Historische Drucke, Karten, Archivalien, Bernensia und weitere Sondersammlungen werden im Zentrum Historische Bestände (ZHB) betreut. Ansprechpartnerinnen sind Valentina Sebastiani.

Wenn analoge Bestände für ein Forschungsprojekt digitalisiert werden sollen, berät die Retrodigitalisierung der Universitätsbibliothek; Ansprechperson ist Valentina Sebastiani. Für bereits digital vorliegende Quellen, Datensammlungen, APIs sowie Text- und Datenauswertungen ist das Digital Scholarship zuständig.

Bei der automatisierten Erschliessung von Handschriften und historischen Drucken unterstützt das Walter Benjamin Kolleg mit Transkribus. Die Digital-Humanities-Beratung berät zu TEI, digitalen Forschungsworkflows und zum methodischen Einsatz von IIIF in Projekten.

 

Digitale Quellen und Methoden kritisch prüfen

Digitale Quellen erfordern ebenso wie analoge Quellen eine kritische Prüfung ihrer Entstehungsbedingungen, Auswahlmechanismen und technischen Verarbeitung. Die Digital Humanities beraten bei der Reflexion digitaler Methoden und Workflows.

Wer mit OCR, automatischen Transkriptionen oder Textdaten arbeitet, kann das Text Lab des Data Science Lab nutzen. Für computergestützte Analysen, Machine Learning und KI steht zudem das Data Science Lab zur Verfügung.

Für den fachgerechten und transparenten Einsatz generativer KI in historischen Arbeiten gelten die KI-Richtlinien des Historischen Instituts. Sie behandeln unter anderem Nutzung, Deklaration, Transparenz und Datenschutz.

 

Schreiben, publizieren und zitieren

Bei Fragen zum wissenschaftlichen Schreiben, zur Literaturverwaltung und zu Arbeitsumgebungen wie Word, Markdown oder LaTeX bietet die Universitätsbibliothek Kurse und Beratung an. Ansprechperson im Fach Geschichte ist Lennart Güntzel.

Wer Forschungsergebnisse Open Access veröffentlichen möchte, kann sich an das Open-Science-Team der Universitätsbibliothek wenden.  Beratung zu digitalen Publikationsprojekten bietet das Open Access Lab der Digital Humanities; Ansprechperson im OA Lab ist Katharina Böhmer. Bei Webseiten und Webprojekten unterstützt am Historischen Institut Annuschka Lochner.

Bildmaterial lässt sich über den IIIF-Service der Universitätsbibliothek interoperabel publizieren. Zur Infrastruktur und ihrer Nutzung berät Ursula Loosli.

Für den korrekten Nachweis von Literatur und Quellen hilft die Schreib- und Literaturverwaltungsberatung der Universitätsbibliothek. Beim Einsatz von KI ist zusätzlich auf eine transparente Deklaration gemäss den KI-Richtlinien des Historischen Instituts zu achten. Für universitätsweite Fragen und allgemeine Orientierung zu KI steht ergänzend KILOF zur Verfügung.

 

Public History und digitale Vermittlung

Wer historische Forschung für eine breitere Öffentlichkeit zugänglich machen möchte, kann sich am Historischen Institut zu Public Outreach und Wissenschaftskommunikation beraten lassen. Ansprechperson ist Sarah Rindlisbacher Thomi.

Für digitale Ausstellungen und Sammlungen stellen die Digital Humanities Omeka S zur Verfügung. Digitale und offene Publikationsformen werden im Open Access Lab unterstützt. Historische Materialien und Sondersammlungen können gemeinsam mit dem Zentrum Historische Bestände erschlossen und über die Retrodigitalisierung für digitale Projekte aufbereitet werden.

Für Bildmaterial in digitalen Ausstellungen und Sammlungen bietet die Universitätsbibliothek ihren IIIF-Service zum interoperablen Publizieren an. Ansprechperson ist Ursula Loosli. Die Digital Humanities beraten zum methodischen Einsatz von IIIF in Projekten.

Für räumliche Rekonstruktionen und Visualisierungen berät Niko Theocharis zur 3-D-Modellierung. Bei der Umsetzung von Webseiten und anderen Webprojekten ist Annuschka Lochner die Ansprechperson am Historischen Institut.