Historisches Institut

Schweizer Geschichte

Ordinariat Holenstein

Anonym, „Wunder Schweizerland, werthster Freyheit höchste Zier“ (Ölgemälde um 1612): Die mit einem eidgenössischen Wappenkranz im Haar geschmückte Dame – die früheste Darstellung einer Helvetia als Landesallegorie – wird von den fremden Mächten umworben. Von links nach rechts umgeben sie der Markgraf von Baden-Durlach, der Erzherzog von Österreich, der Herzog von Savoyen, der König von Spanien, der König von Frankreich und der Doge von Venedig. Als „Wunder Schweizerland, werthster Freyheit höchste Zier“ tritt die eidgenössische Jungfrau in „alter Keüschheitstracht“ unter die sie umwerbenden Mächte.

Der Lehrstuhl für ältere Schweizer Geschichte und vergleichende Regionalgeschichte widmet sich der Erforschung und Vermittlung der Geschichte des schweizerischen Raums vom Spätmittelalter bis ins frühe 19. Jahrhundert. Besondere Aufmerksamkeit erfährt die transnationale Betrachtung der Schweizer Geschichte in der „longue durée“, die die Geschichte des „Corpus Helveticum“ konsequent in grenzüberschreitende, europäische Zusammenhänge einbettet. In Lehre und Forschung sind die Politik, Gesellschaft, Wirtschaft und Kultur der alten Schweiz thematisch gleichermassen vertreten. Ein besonderes Augenmerk gilt der Persistenz vormoderner Institutionen in jener Republik, die als einzige in Europa die politische Flurbereinigung der Revolution und napoleonischen Zeit überdauerte.

Direktor

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Senior Scientists

Oberassistent

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Doktorierende

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Sekretariat

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Assoziierte Forschende

Anschubfinanzierung SNF-Projekt

Emeriti

  • Die alte Eidgenossenschaft in ihren transnationalen Verflechtungen
  • Fremde Dienste: Solddienst und Aussenbeziehungen
  • Politische Kultur des Ancien Régime vor dem Hintergrund der Konfliktfelder Stadt und Land, Armut und Reichtum sowie lokale Tradition und moderner Zentralstaat
  • Ritual, Zeremoniell und Symbolik in der ständischen Gesellschaft
  • Verhältnis von Obrigkeit und Untertanen im Alten Europa
  • Aufklärung und «nützliches Wissen»: Eine Kulturgeschichte des ökonomischen Wissens im Ancien Régime
  • Korporativ-klientelistische Strukturen und der Umgang mit kollektiven Ressourcen als Grundlagen vormoderner Politik, Wirtschaft und Gesellschaft