Dr. Philippe Rogger

Assoziierter Forscher und SNF-Postdoc

Ordinariat Holenstein

Telefon
+41 31 631 80 91
E-Mail
philippe.rogger@hist.unibe.ch
Büro
S 224, Unitobler, Lerchenweg 36
Postadresse
Universität Bern
Historisches Institut
Länggassstrasse 49
3012 Bern
 
Studium und Forschungsaufenthalte
Seit 7.2016
Postdoc im SNF-Projekt Militärunternehmertum und Verflechtung: Strukturen, Interessenlagen und Handlungsräume in den transnationalen Beziehungen des Corpus Helveticum in der frühen Neuzeit, Historisches Institut, Universität Bern
4.2011
Promotion, Phil.-hist. Fakultät, Universität Bern
04.2008 - 12.2008
Forschungsaufenthalt am SFB 437 Kriegserfahrungen. Krieg und Gesellschaft in der Neuzeit, Historisches Seminar, Eberhard-Karls-Universität Tübingen
2000-2005
Studium Geschichte, Politologie, Allgemeines Staatsrecht, Historisches Institut, Universität Bern
  Anstellungen und Stipendien
Seit 7.2016     Postdoc-Stipendium, Schweizerischer Nationalfonds
2.2016 - 7.2016 Lehrauftrag, Historisches Institut, Universität Bern
2.2015 - 1.2016 Stipendium Anschubfinanzierung PostDoc, Historisches Institut, Universität Bern
Seit 11.2015 Redaktor Rezensionen infoclio.ch und H-Soz-Kult, Bereich Schweizer Geschichte, Humboldt-Universität zu Berlin
Seit 2.2015 Assoziierter Forscher, Historisches Institut, Universität Bern
Seit 6.2011 Maturaexperte im Kanton Bern
2.2009 - 1.2015 Wissenschaftlicher Assistent an der Abteilung Schweizer Geschichte, Historisches Institut, Universität Bern
4.2008 - 12.2008 Stipendium Personenförderung, Schweizerischer Nationalfonds
9.2003 - 2.2004 Hilfsassistent und Tutor an der Abteilung Neuere Geschichte, Historisches Institut, Universität Bern
  • Eidgenössisches Militärunternehmertum in der frühen Neuzeit
  • Solddienst in der Eidgenossenschaft und in Europa
  • Eliteforschung
  • Historische Protestforschung
  • Ältere Schweizer Geschichte (15.-18. Jahrhundert)

Neuerscheinung:

Geld, Krieg und Macht. Pensionsherren, Söldner und eidgenössische Politik in den Mailänderkriegen 1494-1516

Seit den Burgunderkriegen 1474-1477 war die Eidgenossenschaft militärisch, politisch und ökonomisch eng mit dem Ausland verflochten. Spätestens mit den Ereignissen rund um die Schlacht vor Marignano 1515 geriet die starke Beteiligung der eidgenössischen Orte am europäischen Söldnerwesen, insbesondere die Pensionsherren mit ihren engen Beziehungen zu den Krieg führenden Fürsten und Königen, bei Zeitgenossen in die Kritik. Zwischen 1513 und 1516 kam es angesichts der konfliktgeladenen Situation zu massiven Untertanenprotesten in den Städten Bern, Zürich, Luzern und Solothurn.

Philippe Rogger hat diese Unruhen anhand von Gerichtsakten, Pensionenlisten und Chroniken untersucht und die verschiedenen Akteure sowie deren Motivation und Argumentation herausgearbeitet. Seine Studie liefert wichtige neue Einblicke in die personellen Verflechtungen eidgenössischer Eliten mit den europäischen Grossmächten, allen voran Frankreich. Sie zeigt aber auch, wie sich Beziehungen über territoriale Grenzen hinweg auf die Machtverhältnisse in den eidgenössischen Städten zu Beginn der Frühen Neuzeit auswirkten und wie sie zur Ausformung politischer Strukturen beitrugen.

BORIS-Publikationsliste (Bern Open Repository and Information System)

Tagungen

  • Workshop SNF-Projekt Militärunternehmertum und Verflechtung. Strukturen, Interessenlagen und Handlungsräume in den transnationalen Beziehungen des Corpus Helveticum in der frühen Neuzeit, Universität Bern, 5. Mai 2018, organisiert mit dem Projektteam
  • Internationale Tagung Miliz oder Söldner? Wehrpflicht und Solddienst in Stadt, Republik und Fürstenstaat (15.-18. Jh.), Universität Bern, 17.-18. März 2017, gemeinsam mit PD Dr. Regula Schmid Keeling
  • Panel Militärunternehmer und Geistliche als Diplomaten. Aussenbeziehungen als Feld des Machthandelns eidgenössischer Eliten im 17. Jahrhundert, Geschichtstage an der Universität Lausanne, 9. Juni 2016
  • Internationales Panel Transregionale Kriegsgeschäfte – Europäische Söldnermärkte im Vergleich (15.-18. Jh.), Geschichtstage an der Universität Fribourg, 7. Februar 2013
  • Internationaler Workshop Söldnerlandschaften – Frühneuzeitliche Gewaltmärkte im Vergleich (15.-18. Jh.), Universität Bern, 15.-16. November 2012, mit Nathalie Büsser und Benjamin Hitz