Dr. Nadine Amsler

Oberassistentin

Abteilung für Neuere Geschichte

Telefon
+41 31 631 36 55
E-Mail
nadine.amsler@hist.unibe.ch
Büro
B 013, Unitobler, Länggassstrasse 49
Postadresse
Universität Bern
Historisches Institut
Länggassstrasse 49
3012 Bern
Sprechstunde
Nach Vereinbarung
ab 7/2018 Early Postdoc.Mobility-Stipendiatin des Schweizerischen Nationalfonds an der Goethe-Universität, Frankfurt a.M.
7/2017 – 6/2018 Oberassistentin an der Abteilung für Neuere Geschichte
10/2015 – 6/2017 Assistentin an der Abteilung für Neuere Geschichte
9/2015 Promotion an den Universitäten Bern und Freiburg i. Br. mit der Arbeit „The Lord of Heaven in the Inner Chambers: Jesuits, Women, and Domestic Christianity in China (ca. 1580-1690)“
9/2014 – 8/2015 Assoziierte Forscherin an der Ludwig-Maximilians-Universität München
2/2011 – 7/2011 Wissenschaftliches Mitglied am Istituto Svizzero di Roma
1/2011 – 3/2014 Mitarbeiterin des SNF-Projekts Gender and Religion in Cultural Exchange: Norms and Practices in Chinese Christianity, 1583–1724
10/2009 – 9/2015 Doktorandin und Assistentin an der Abteilung für Neuere Geschichte
10/2003 – 9/2009 Studium der Religionswissenschaft, der Geschichte und der chinesischen Sprache an der Universität Bern, der Freien Universität Berlin, der École Pratique des Hautes Études  und der Beijing Language and Culture University
  • Hof und höfische Gesellschaft
  • Geschichte des frühneuzeitlichen China (Ming- und Qing-Dynastie)
  • Körper- und Geschlechtergeschichte
  • Katholische Frömmigkeit und Missionen
  • Entwicklung des Religionsbegriffs in der Neuzeit

Ammen am Fürstenhof. Körperlichkeit, Maternität und dynastische Reproduktion (17.–18. Jahrhundert)

Postdoc-Projekt

An frühneuzeitlichen Fürstenhöfen war es üblich, die Umsorgung der Nachkommen der Dynastie während deren ersten Lebensjahre einer Amme zu anzuvertrauen. Diese bewegten sich aufgrund ihrer Tätigkeit trotz ihrer Zugehörigkeit zum nichtadligen Dienstpersonal im Nahbereich des jungen Thronfolgers und blieben oft weit über ihre Stilltätigkeit hinaus wichtige Bezugspersonen ihrer fürstlichen Schützlinge. Das Projekt verfolgt das Ziel, durch das Prisma fürstlicher Ammen einen Beitrag zu einer geschlechter- und körpergeschichtlich akzentuierten Geschichte frühneuzeitlicher Fürstenhöfe zu leisten. Dabei wird einerseits die eminent körperliche Tätigkeit der Ammen in der in den Blick genommen und danach gefragt, wie sich diese konkret ausgestaltete und welche Formen von agency den Ammen dabei zukam. Des Weiteren wird die Position der Amme im höfischen Sozialgefüge in den Blick genommen und danach gefragt, inwiefern ein Blick auf das Ammenwesen auch neue Zugänge zum Verständnis dynastischer Verwandtschaft erlaubt.
Der geographische Fokus des Projekts liegt mit Frankreich und den Höfen des Alten Reichs auf zwei Räumen, in denen das städtische Ammenwesen grosse Unterschiede aufwies. Zu fragen ist dabei, ob sich die in der Forschung konstatierten Unterschiede auch auf das fürstliche Ammenwesen auswirkten, oder ob hier vielmehr eine länderübergreifende höfische Kultur zum Tragen kam. Der Untersuchungszeitraum von ca. 1600–1800 erlaubt es schliesslich, Veränderungen höfischer Stillpraktiken in einer Zeit zu rekonstruieren, die sich durch eine starke Expansion des höfischen Verwaltungsapparats auszeichnete und darüber hinaus als eine Epoche starker Veränderungen bezüglich der Konzeption von Familie und Mutterschaft auszeichnete.

Gefördert durch eine Anschubfinanzierung des Historischen Instituts der Universität Bern (1.1.-30.6.2018) und ein Early Postdoc.Mobility des Schweizerischen Nationalfonds (1.7.2018 - 31.12.2019).

Der spätere Ludwig XIV. in den Armen seiner Amme Elisabeth Ancel.
Auszeichnungen der Dissertation „The Lord of Heaven in the Inner Chambers:
Jesuits, Women, and Domestic Christianity in China (ca. 1580-1690)“:
2015 
Institutspreis des Historischen Instituts der Universität Bern
2016 
Hedwig-Hintze-Preis des Verbands der Historiker und Historikerinnen Deutschlands
 
Fakultätspreis der Philosophisch-historischen Fakultät der Universität Bern
 
Barbara-Lischetti-Preis für Geschlechterforschung der Universität Bern
  • Going Native or Remaining Foreign? Catholic Missionaries as Local Agents in Asia (17th to 18th Centuries)
    International Workshop, Rome, 30 May – 1 June 2017 

 

  • Transformations of Intercultural Diplomacies: Comparative Views on Asia and Europe (1700 to 1850)
    Workshop organised by Prof. Dr. Henrietta Harrison (University of Oxford) and Prof. Dr. Christian Windler (Universität Bern), in cooperation with Dr. des. Nadine Amsler (Universität Bern), Haus der Universität, Schlösslistrasse 5, 3012 Bern (Switzerland), 2 to 4 June 2016
    Transformations of Intercultural Diplomacies: Programme (PDF, 643KB)