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Historisches Institut

Titelbild

Windler, Christian

Prof. Dr.  Christian  Windler
Ordentliche Professur für Neuere Geschichte

Postanschrift & Büro

Universität Bern
Historisches Institut
Unitobler
Länggassstrasse 49
3000  Bern 9

Raum B010

christian.windler@hist.unibe.ch

Telefon direkt+41 31 631 80 92
Fax+41 31 631 44 10

Sprechstunde

  • Montag, 8.30-9.30 Uhr
  • Mittwoch, 14.50-15.50 Uhr

Tragen Sie sich bitte auf dem Aushang ein, welcher neben der Tür von Raum B 010 angebracht ist.
Allfällige Terminänderungen gemäss Aushang.

Publikationen

Publikationen Publikationen (69KB)
Stand: April 2012
Les ressources des faibles Les ressources des faibles (773KB)
Neuerscheinung: Chanet (Jean-François) / Windler (Christian), Les ressources des faibles. Neutralités, sauvegardes, accommodements en temps de guerre (XVIe-XVIIIe siècle), Rennes, Presses universitaires de Rennes, 2009.
Akteure der Aussenbeziehungen Akteure der Aussenbeziehungen (879KB)
Neuerscheinung: Von Thiessen (Hillard) / Windler (Christian), Akteure der Aussenbeziehungen. Netzwerke und Interkulturalität im historischen Wandel (Externa, Band 1), Köln, Böhlau, 2010.

Tagungen

Habilitation

La diplomatie comme expérience de l'Autre. Consuls français au Maghreb (1700-1840) La diplomatie comme expérience de l'Autre. Consuls français au Maghreb (1700-1840) (26KB)
Genève, Librairie Droz, 2002 (Habil. Basel 1999).

Forschungsschwerpunkte

Französische und spanische Geschichte, auch in ihren aussereuropäischen Vernetzungen (16.– frühes 19. Jahrhundert), Geschichte der Herrschaftspraktiken im Verhältnis von Peripherie und Zentrum, Sozial- und Kulturgeschichte von Aussenbeziehungen, interkulturelle Kommunikation im Mittelmeerraum.

Sozial- und Kulturgeschichte von Aussenbeziehungen

„Aussenpolitische“ Handlungsräume und Praktiken lokaler Akteure in einer zusammengesetzten Monarchie der Frühen Neuzeit. Die Grafschaft Burgund im 16. und 17. Jahrhundert: Es handelt sich um ein persönliches Forschungsprojekt des Inhabers der Professur, das zunächst durch den Schweizerischen Nationalfonds im Rahmen des Athena-Programms finanziert wurde. Am Beispiel der Freigrafschaft Burgund wird untersucht, wie ein bezüglich des Hofes geographisch peripheres Territorium im 16. und 17. Jahrhundert in den Verband der Katholischen (oder spanischen) Monarchie eingebunden war und wie sich die „aussenpolitischen“ Handlungsräume lokaler und provinzieller Akteure im Rahmen einer „zusammengesetzten Monarchie“ der Frühen Neuzeit entwickelten. An die Stelle der etatistischen Sichtweise herkömmlicher Diplomatiegeschichte setzt das Projekt eine mikrohistorisch angelegte politische Sozialgeschichte, welche die Vielfalt der Verflechtungen und Wechselwirkungen sowohl zwischen den „Comtois“ und ihren Nachbarn als auch innerhalb der Katholischen Monarchie berücksichtigt.

Forschungsprojekt, finanziert durch den Schweizerischen Nationalfonds:
Weibliche Diplomatie? Frauen als aussenpolitische Akteure (18. Jahrhundert)
Leitung: Dr. Hillard von Thiessen, Prof. Dr. Christian Windler

Veröffentlichung

Nähe in der Ferne. Personale Verflechtung in den Aussenbeziehungen der Frühen Neuzeit Nähe in der Ferne. Personale Verflechtung in den Aussenbeziehungen der Frühen Neuzeit (66KB)
Thiessen (Hillard von), Windler (Christian) (Hg.), Nähe in der Ferne. Personale Verflechtung in den Aussenbeziehungen der Frühen Neuzeit, Berlin, Verlag Duncker & Humblot, 2005 (=Zeitschrift für Historische Forschung. Beihefte 36)

Geschichte der Herrschaftspraktiken im Verhältnis von Peripherie und Zentrum

Seit der Dissertation über andalusische Adelsherrschaften im 18. Jahrhundert hat sich Christian Windler aus verschiedenen Perspektiven mit der Geschichte lokaler Herrschaftspraktiken und ihrer Wechselwirkungen mit seigneurialen, monarchischen und nationalstaatlichen Herrschaftsstrukturen in Spanien und Frankreich beschäftigt und dazu eine grosse Anzahl an Veröffentlichungen vorgelegt. Einen besonderen Interessensschwerpunkt bildet – auch im Rahmen des Projektes zur Grafschaft Burgund – die vergleichende Kultur- und Sozialgeschichte von Grenzgesellschaften, d.h. der produktiven Aneignung von Herrschaftsgrenzen durch lokale Akteure.

Zurzeit betreut Christian Windler eine Projektgruppe, bestehend aus drei Doktoranden, zum Thema Die Nationalisierung des Fremden. Diese Forschungsgruppe untersucht am Beispiel der Städte Strassburg, Köln und Jerez de la Frontera aus der Perspektive der Exklusion beziehungsweise Integration von Fremden den Umgang mit kommunalen und nationalen Zugehörigkeiten zwischen dem späten 17. und der Mitte des 19. Jahrhunderts. Ein Dissertationsprojekt zu Marseille befindet sich in Planung. Der Inhaber der Professur selbst hat zur Praxis französischer Staatsangehörigkeit in mediterranen Diasporasituationen publiziert. Zwei weitere vom Inhaber der Professur betreute Projekte gelten der Mittlerrolle der königlichen Mätressen am Hof von Versailles hinsichtlich des Zugangs hoffremder Akteure aus der Provinz und der Vertreter fremder Höfe. Die Projekte sollen geschlechtergeschichtliche Perspektiven auf die höfische Gesellschaft eröffnen, die bisher im Anschluss an Norbert Elias entschieden vernachlässigt worden sind.

Aussenbeziehungen und interkulturelle Kommunikation im Mittelmeerraum

La diplomatie comme expérience de l’Autre. Consuls français au Maghreb (1700-1840) (abgeschlossenes Forschungsprojekt, dessen Ergebnisse im Jahr 2002 [Librairie Droz, Genève] veröffentlicht wurden): Diese Studie entwirft ein neues Paradigma einer sozial- und kulturgeschichtlich angelegten Diplomatiegeschichte. Sie verbindet die Untersuchung konkreter individueller und kollektiver Erfahrungen und der Interaktionspraktiken (Sprachgebrauch, Zeremoniell, Tribut und Gabe) mit der Analyse des europäischen Wissens über den nichteuropäischen Andern. Anhand der Biographie eines französischen Konsuls und Chargé d’affaires wird die Vielzahl soziokultureller Kontexte beschrieben, in die sich ein französischer Vertreter an einem maghrebinischen Hof einfügte: die Beziehungen zum lokalen Herrscher, aber auch sein Verhältnis zu den Vorgesetzten in Versailles und Paris, das in zunehmendem Maße in bürokratische Begrifflichkeiten gefasst wurde. Sodann werden über den Zeitraum 1700 bis 1840 die Veränderungen der diplomatischen Kulturen und die Entstehung eines neuen internationalen Systems mit universellem Geltungsanspruch untersucht.

Zur Zeit betreut Christian Windler ein Dissertationsprojekt über "Handelsbeziehungen als interkulturelle Praxis: Kaufleute levantinischer Herkunft in Marseille (frühes 18. bis 1, Hälfte 19. Jahrhundert".

Lebenslauf

1979-1985 Studium der Allgemeinen Geschichte des Mittelalters und der Neuzeit, der französischen Sprachwissenschaft und der französischen Literaturwissenschaft in Basel, Genève und Toulouse, 1981-1982 Lecteur d’allemand am Lycée Pierre de Fermat in Toulouse, 1985 Lizentiatsprüfung in Basel.
1985-1987 Archivstudien in Spanien, gefördert durch ein Stipendium des spanischen Aussenministeriums und durch den Fonds zur Förderung der Weiterbildung junger Wissenschafter der Universität Basel.
1987-1995 Wissenschaftlicher Assistent am Historischen Seminar der Universität Basel (Lehrstuhl Prof. Dr. Hans R. Guggisberg).
1991 Promotion an der Universität Basel mit einer Dissertation über Lokale Eliten, seigneurialer Adel und Reformabsolutismus in Spanien (1760-1808). Das Beispiel Niederandalusien.
1991-1994 Weitere Forschungsarbeiten zur Geschichte des mediterranen Europa im 18. und frühen 19. Jahrhundert: Fallstudien zu den Handlungsräumen ländlicher Unterschichten in Südspanien in der Zeit des Reformabsolutismus.
1993-1994 Projekt im Auftrag von FUNDES Schweiz (Fundación para el desarrollo sostenible en América Latina) über Institutionen und sozioökonomische Entwicklung in Spanien und Hispanoamerika (zusammen mit S. Stocker).
1992-1998 Habilitationsprojekt La diplomatie comme expérience de l'Autre: consuls français au Maghreb (1700-1840): 1992 und 1993 Archivstudien in Frankreich mit Austauschstipendien für Forschungsaufenthalte des Schweizerischen Nationalfonds und des CNRS.
1995-1998 «Stipendium für fortgeschrittene Forscher» des Schweizerischen Nationalfonds; Forschungsaufenthalte in Paris, London (als Visiting Research Fellow des Institute of Historical Research), Rom (Istituto Svizzero di Roma) und Madrid (Casa de Velázquez).
1998-2000 Forschungsprojekt Microhistoire d'un empire: la Franche-Comté dans la monarchie catholique, finanziert durch den Schweizerischen Nationalfonds im Rahmen des «Athena-Programmes zur Förderung des hochqualifizierten Nachwuchses für eine akademische Karriere».
1998-1999 Jean-Monnet-Stipendium des Europäischen Hochschulinstitutes in Florenz.
1999 Erteilung der Venia docendi für Allgemeine Geschichte der Neuzeit durch den Universitätsrat der Universität Basel.
2000-2004 C 3-Professor für die Geschichte des Romanischen Westeuropa an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg im Breisgau.
Ab WS 2004-2005 Ordentlicher Professor für Neuere Geschichte an der Universität Bern.
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