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Historisches Institut

Titelbild

Profil des Instituts in Forschung und Lehre

Die Geschichtswissenschaft gehörte von Anfang an zum Fächerkanon der 1834 eröffneten Universität Bern. Das Historische Institut und bietet seit dem Wintersemester 2005/06 neben den auslaufenden Lizentiatsstudiengängen Studienprogramme im zweistufigen Bachelor-Master-System sowie eine breit gefächerte Doktoratsausbildung an. Das Historische Institut ist eine Organisationseinheit der Philosophisch-historischen Fakultät der Universität Bern und bildet. Zusammen mit dem Institut für archäologische Wissenschaften bildet es das Departement für Geschichte und Archäologie.

Organigramm Historisches Institut Organigramm Historisches Institut (40KB)
(Stand Oktober 2011)

Das Historische Institut besteht aus dem Direktorium, der Geschäftsführung und seinen sieben Abteilungen. Seine Tätigkeit ist im Organisationsreglement des Historischen Instituts geregelt.

Organisationsreglement des Historischen Instituts Organisationsreglement des Historischen Instituts (462KB)
(Stand: April 2010)

Derzeit verfügt das Institut über zehn Professuren, so dass ein sehr breites Lehrangebot zur Verfügung stehtgestellt werden kann. In Lehre und Forschung werden ausgehend von der griechisch-römischen Antike über die mittelalterliche Geschichte bis hin zur Frühen Neuzeit und der Neuesten Geschichte alle Epochen abgedeckt. Die Schweizer Geschichte vor und nach 1800 ist dabei ebenso durch eigenst ändige Professuren vertreten wie die Geschichte Lateinamerikas und die Wirtschafts-, Sozial- und Umweltgeschichte, wobei letztere in Zusammenarbeit mit dem Oeschger Center der Universität einen besonderen Schwerpunkt in der Klimageschichte setzt.

Die auf drei Jahre angelegten Bachelorstudienprogramme setzen den Akzent in jeweils unterschiedlicher Gewichtung auf Methoden- und Theoriefragen sowie auf die Vermittlung von Grundlagen- und Überblickswissen. Die auf zwei Jahre angelegten Masterstudienprogramme dienen der Vertiefung des Methodenwissens und der empirischen Kenntnisse sowie in den Studienprogrammen Major und Mono insbesondere der Befähigung zu eigenständiger wissenschaftlicher Arbeit. Im Mittelpunkt der Doktoratsausbildung steht die selbständige Bearbeitung eines Forschungsprojekts.

Inhaltliche Schwerpunkte

Das Historische Institut der Universität Bern bietet als einziges Institut dieses Faches in der deutschen Deutschschweiz einen Schwerpunkt im Bereich mit dem Ansatz einer erneuerten politischen Geschichte an, welche die Erkenntnisse aus der Kultur-, Mentalitäts- und Geschlechtergeschichte sowie der Wirtschafts-, Sozial- und Umweltgeschichte mit einbezieht.

  • Thematisch lautet der Schwerpunkt: Herrschaft, Macht und Gesellschaft: s. Symbolische Ordnungen und kulturelle Praktiken
  • Räumlich bezieht sich der Schwerpunkt auf: die europäische Geschichte in globalen Kontexten
  • Kulturell berücksichtigt das Historische Institut: äquivalent die romanischen (insbesondere frankophonen und italienischen) und deutschsprachigen historiographischen Traditionen

Diese Orientierung trägt folgenden Kriterien Rechnung:

  1. dem zentralen Standort der Schweiz in Europa an der Kreuzung verschiedener Kulturen, Sprachen und Verkehrswege und als Sitz vieler internationaler Organisationen
  2. dem Standort der Universität Bern in der Bundesstadt mit ihrem Bedarf an Wissen für Politik und Verwaltung
  3. den Möglichkeiten des Anschlusses, der Vernetzung und der Zusammenarbeit in interdisziplinärer, interfakultärer und interuniversitärer Hinsicht
  4. der thematischen und methodologischen Vielfalt der erwähnten Schwerpunkte:
    • Herrschaftssysteme, Staatlichkeit und Gouvernementalität;
    • Politische Kulturen und Religionen;
    • Gender, Politik und Wissen;
    • Regulative des Sozialen
    • Soziale Bewegungen
    • Geschichte von Herrschaftspraktiken im Verhältnis von Peripherie und Zentrum;
    • Aussenbeziehungen in sozial-, kultur- und geschlechtergeschichtlicher Perspektive;
    • Krieg, Militär und Gewalt;
    • Umwel t- und Klimageschichte;
    • Verkehrsgeschichte;
    • Kultur- und Sozialgeschichte des Ökonomischen;
    • Bildungssozialgeschichte und die gelehrte Welt seit dem Mittelalter;
    • Geschichte der Geschichtsschreibung;
    • Rezeption von Antike und Mittelalter in der Neuzeit;
    • Politik, Kultur, Wirtschaft und Gesellschaft im späten Mittelalter;
    • Kirche und Religion;
    • Adelskultur;
    • Europäische Expansion, Imperialismus und Kolonialismus;
    • Interkulturelle Kommunikation im Mittelmeerraum (Migration und Diasporen, Diplomatie und Handel);
    • Staat, Nation und Bürger/Bürgerinnen;
    • Transnationalismus, Internationalismus und Nationalismus
    • Grenzen in Nationalisierungs- und Globalisierungsprozessen;
    • Diktaturen und totalitäre Regime im 20. Jahrhundert;
    • Soziale Transformationsprozesse im ländlichen Raum;
    • Vergleichende Genozidforschung;
    • Migration und Zwangsmigrationen.
Erläuterungen zum Institutsprofil Erläuterungen zum Institutsprofil (75KB)
April 2010
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