| Kontakt | Lageplan | Sitemap | Drucken 

Historisches Institut

Titelbild

Geschichte der Schweizer Luftfahrt

Projektleiter PD Dr.  Christoph Maria Merki
Projektleiter Stv. Dr. Hans-Ulrich Schiedt
Mitarbeiter lic. phil.  Sandro Fehr
Mitarbeiter M.A.  Juri Jaquemet
Mitarbeiter lic. phil.  Benedikt Meyer

In dem vom Schweizerischen Nationalfonds finanzierten Projekt wird unter der Leitung von PD. Dr. Christoph Maria Merki die Geschichte der Schweizer Zivilluftfahrt seit dem Zweiten Weltkrieg aufgearbeitet. Es versteht sich als Teil des Forschungsprogramms „Verkehrsgeschichte Schweiz“, hinter dem zwei Institutionen der Universität Bern stehen: die Abteilung für Wirtschafts-, Sozial- und Umweltgeschichte des Historischen Instituts und ViaStoria, Zentrum für Verkehrsgeschichte.

Zoom (154KB)
Zoom (247KB)

Projektdauer

Oktober 2008 bis Juli 2012

Teilprojekte


Teilprojekt A: Technik & Politik

Juri Jaquemet

Die Einführung von Jet-Triebwerken für Passagierflugzeuge in den 1950er Jahren stellte sicherlich die wichtigste technische Zäsur in der Zivilluftfahrt nach 1945 dar. Im Teilprojekt A soll geklärt werden, wie sich die Luftfahrttechnik seit 1945 weiterentwickelte. Zu bearbeitende Aspekte sind etwa die Reichweite, die Geschwindigkeit, die Betriebssicherheit, die Energieeffizienz und die Emissionen der Flugzeuge. Das Projekt orientiert sich dabei an Flugzeugtypen welche von Schweizer Fluggesellschaften eingesetzt wurden.

Weiter befasst sich das Teilprojekt A mit den Verflechtungen zwischen der Politik, das heisst zwischen dem Staat und dem Militär einerseits und der Zivilluftfahrt anderseits. Stichworte dazu sind etwa: Internationale Verträge, Luftverkehrsabkommen, Luftrecht, Ausbildung und Schulung von Kaderpersonal (Ingenieure, Piloten etc.). Es soll geklärt werden welche innen- und aussenpolitischen Entscheidungen, Gesetze, Institutionen Verträge, Geldgeber und Vernetzungen die Schweizer Luftfahrt nach 1945 prägten und beeinflussten.


Teilprojekt B: Angebot & Nachfrage

Benedikt Meyer

Die zivile Aviatik begann als Versprechen und avancierte zur Banalität. Rapide steigende Kapazitäten und sinkende Preise prägten die Zivilluftfahrt seit dem zweiten Weltkrieg. Der Luftmarkt befand sich in ständigem Wandel.

Teilprojekt B untersucht die Geschichte der grössten Schweizer Airlines und ihrer Passagiere. Aus wirtschaftshistorischer Perspektive soll die Entwicklung des Marktes für Luftreisen analysiert, die wesentlichen Einflussgrössen herausgearbeitet, sowie das Verhalten der Akteure im Markt beurteilt werden.

Aus sozial- und kulturgeschichtlicher Sicht interessiert darüber hinaus die Frage, was der Boom der Zivilluftfahrt für die Passagiere und die Gesellschaft als ganzes eigentlich bedeutet, wohin Schweizerinnen und Schweizer reisen, wer reist und was mit einer Flugreise überhaupt konsumiert wurde.


Teilprojekt C: Luftfahrtinfrastruktur

Sandro Fehr

Wie der Eisenbahn- oder der Strassenverkehr ist auch die heutige Luftfahrt auf eine Infrastruktur angewiesen. So existieren beispielsweise auch im Luftraum „Strassen“, auf denen Luftfahrzeuge – überwacht und gelenkt durch ein komplexes Netz von Funk-, Radar-, Peil- und weiteren Systemen – zirkulieren können. Als Ausgangs- und Endpunkte dieser „Luftfahrten“ dienen die „Häfen“ des Luftverkehrs, gesetzlich klar definierte, ausreichend präparierte, gesicherte und mit logistischen Dienstleistungen ausgerüstete Flächen, die zudem als Schnittstellen zu anderen Verkehrsystemen dienen.

Im Rahmen des Teilprojekts C soll ermittelt werden, wie sich diese Infrastruktur seit dem Zweiten Weltkrieg im Verlauf der Zeit ausprägte, welche Faktoren sich auf ihre Ausgestaltung auswirkten und wie sie sich umgekehrt auf die Schweiz auswirkte. Ein besonderes Augenmerk wird dabei der Verknüpfung der Luftfahrt mit anderen Verkehrssystemen gelten.


English

“The History of Swiss Aviation” is a research project of the University of Bern in collaboration with ViaStoria, Centre of Transport History and funded by the Swiss National Science Foundation (SNF). Directed by PD. Dr Christoph Maria Merki the projects main goal is to write a history of aviation in Switzerland from 1945 to 2002. It mainly consists of three doctoral theses dealing with the technological and jurisdictional developments in Swiss aviation (Juri Jaquemet), its economic and cultural history (Benedikt Meyer) and the history of aviation infrastructure (Sandro Fehr). For further information do not hesitate to contact the team members.

Francais

‘L’Histoire de l’Aviation Suisse’ est un projet de l’Université de Berne en collaboration avec ViaStoria qui est financé par le Fonds National de la Recherche Suisse (FNS) et soutenu par AeroSuisse. L’objectif primordial du projet dirigé par PD Dr. Christoph Maria Merki est d’écrire une histoire de l’aviation en suisse entre 1945 et 2002 – un champ de recherche qui n’a jusqu’à présent jamais été un sujet de recherches scientifiques. Le projet se compose de trois thèses doctorales qui traitent les développements technologiques et juridiques dans l’aviation suisse (Juri Jaquemet), son histoire économique et culturel (Benedikt Meyer) et l’histoire de son infrastructure (Sandro Fehr). Pour plus d’informations n’hésitez pas de contacter les membres du groupe.

Universität Bern | Historisches Institut | Länggassstrasse 49 | 3000 Bern 9 | Fon +41 31 631 80 91 | Fax +41 31 631 44 10
© Universität Bern 30.10.2008 | Impressum