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| Mitarbeiter | Dr. André Kirchhofer |
| Mitarbeiter | lic. phil. Jonas Steinmann |
Die Datenbank Trainbase ist eine Teildigitalisierung der Schweizerischen Eisenbahn- bzw. Verkehrsstatistik. Sie beinhaltet Angaben aus den jährlichen Geschäftsberichten der über 60 von 1920-1982 existierenden schweizerischen "Privatbahnen" und den SBB und erschliesst so einen wichtigen Aspekt zur schweizerischen Verkehrsgeschichte.
Die Schweiz verfügt bekanntlich über eines der dichtesten Eisenbahnnetze weltweit. Die SBB und etwa ein halbes Hundert so genannte Privatbahnen bieten eine ausserordentlich dichte Verkehrserschliessung an. Während die Geschichte der SBB (vor allem in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts) in der historischen Forschung vergleichsweise gut dokumentiert ist, klaffen bei kleineren und grösseren „Kantonalbahnen“ grosse Lücken. Mit Hilfe der neu Datenbank Trainbase lassen sich einige dieser Lücken schliessen.
Der Geschäftsverlauf aller dem allgemeinen Verkehr dienenden Bahnen inklusive der Bundesbahn kann für die Jahre 1920-1982 mithilfe weniger Abfragebefehle sichtbar gemacht werden! Für jedes in der Schweizerischen Verkehrsstatistik bzw. in der Eisenbahnstatistik erfasste Bahnunternehmen wurden jährlich gut 100 spezifische Daten digital gesammelt. Die Bandbreite der Informationen reicht von den Streckenlängen, dem Bestand an Rollmaterial, die Zahl der Passagiere und der Menge der transportierten Güter, über finanzielle Angaben etwa über die erhaltenen kantonalen Subventionen bis zur jährlichen Bilanz der einzelnen Unternehmen! Trainbase ist somit ein unverzichtbares Mittel, um sich auf der Ebene von Zahlenmaterial Zugang zur bislang unbekannten Welt der „schweizerischen konzessionierten Verkehrsbetriebe“ zu verschaffen.
Trainbase ist im Rahmen von zwei Doktoraten an der Abteilung für Wirtschafts- Sozial- und Umweltgeschichte (WSU) des Historischen Instituts entstanden. Die Aufnahme von Daten in eine relationale Datenbank ist durch ViaStoria mitfinanziert worden. Die Ergebnisse der beiden Dissertationen werden in das nationale Forschungsprojekt Verkehrsgeschichte der Schweiz von ViaStoria und WSU einfliessen.