Pfister, Christian
Prof. Dr.
Christian
Pfister
Professur für Wirtschafts-, Sozial- und Umweltgeschichte
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Universität Bern
Historisches Institut
Unitobler
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Bern 9
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3000 Bern 9
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Forschungsschwerpunkte
Die Wirtschafts-, Sozial- und Umweltgeschichte (WSU) thematisiert Aspekte des Beziehungsgeflechtes von Wirtschaft, Gesellschaft und naturhaushaltlicher Umwelt in der Vergangenheit. Als Bewertungskriterien dienen die drei Dimensionen der nachhaltigen Entwicklung: Wirtschaftliche Effizienz, Sozialverträglichkeit und Umweltverträglichkeit. Umweltgeschichtliche Themen, nicht zuletzt die gesellschaftliche Bewältigung von Naturkatastrophen, werden am kommenden Welt-Historikerkongress in Sydney (Juli 2005) prominent vertreten sein.
Ein Überblick über die Entwicklung der Nachhaltigkeit im Zeitraum von 1650 bis zur Gegenwart wird in einem viersemestrigen Vorlesungszyklus vermittelt.
In der Forschung stehen zwei Themenbereiche im Vordergrund:
Die gesellschaftliche Dimension von Klimaveränderungen und Naturkatastrophen wird im Rahmen des Nationalen Forschungsschwerpunkts Klima (NFS Klima, mit Hauptsitz in Bern) untersucht. Für die Periode vor dem Beginn instrumenteller Messungen werden in der Abteilung WSU Klimaveränderungen und Naturkatastrophen anhand von Daten aus historischen Dokumenten rekonstruiert. In einem zweiten Schritt wird die gesellschaftliche Deutung und Bewältigung dieser Ereignisse untersucht. Zur Zeit laufen in diesem Teilgebiet 4 Dissertationen und 10 Lizentiatsarbeiten.
Als zweiter Bereich wird die Verkehrsgeschichte der Schweiz thematisiert. Verkehrsinfrastrukturen ziehen vielfältige Rückwirkungen auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt nach sich und legen die physischen Handlungsspielräume einer Gesellschaft langfristig fest. Mobilitätsbedürfnisse entwickeln sich in diesem Rahmen auf Grund von sozialen Zwängen und kulturellen Mustern. Eine Verkehrsgeschichte der Schweiz gibt es noch nicht. Sie stellt jedoch ein Anliegen zahlreicher Institutionen dar: Zu nennen sind die Verwaltungen von Bund, Kantonen und Gemeinden, die Verkehrsverbände, die Verkehrs- und Transportunternehmen, Tourismusverantwortliche sowie Raumordnungs- und Verkehrsplaner. Namentlich zieht die Verkehrsgeschichte ein breites Publikum in ihren Bann: Nicht von ungefähr ist das Verkehrshaus in Luzern das meist besuchte Museum der Schweiz. Das Projekt einer Verkehrsgeschichte der Schweiz verfolgt die Abteilung WSU zusammen mit ViaStoria, dem Zentrum für Verkehrsgeschichte.
Zur Zeit sind im Bereich Verkehrsgeschichte 1 Dissertation und 5 Lizentiatsarbeiten angesetzt.
Weitere Themenbereiche innerhalb der WSU werden durch die Interessen der Studierenden bestimmt. Dazu gehören derzeit unter anderem die Agrargeschichte (3 laufende Lizentiatsarbeiten), die Geschichte der Atomwirtschaft (2 laufende Lizentiatsarbeiten).
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